TonArt 2026 – Musik, Vielfalt und ein starkes Zeichen für Courage
Am 01. April 2026 fand ab 18:30 Uhr im Cloef-Atrium in Orscholz die diesjährige Veranstaltung „TonArt 2026“ der Gemeinschaftsschule an der Saarschleife statt. Der Abend verband ein vielfältiges musikalisches Programm mit einem besonderen Höhepunkt: Der feierlichen Aufnahme in das Netzwerk Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.
Bereits im Eingangsbereich konnten sich die Gäste über das Projekt informieren – unter anderem mithilfe von QR-Codes, die Einblicke in Inhalte und Ziele der Projektwoche gaben. Nach der Begrüßung durch Schulleiter Georg Dillschneider führten Margaretha Schuler und Bruna Pasquet de Santiago souverän und charmant durch das abwechslungsreiche Programm.
Musikalisch wurde der Abend von der Klasse 5b mit ihrem von Musiklehrer Herr Lindemann selbst komponierten und geschriebenen Lied „Wir sind hier“ stimmungsvoll eröffnet. Auch die Schulband setzte gleich mehrere Highlights und begeisterte das Publikum mit verschiedenen Beiträgen. Besonders eindrucksvoll war der selbst geschriebene Song „Wir sind laut“, der die Botschaft von Vielfalt, Zusammenhalt und gemeinsamer Stärke transportierte: Viele Stimmen, viele Farben – und ein gemeinsames Lied.
Neben der Musik bot der Abend auch Raum für nachdenkliche und bewegende Beiträge. So
thematisierten die Klassen 5c und 5d unter der Leitung unserer stellvertretenden Schulleiterin, Frau Skunca, mit dem Lied „What color is god’s skin“, begleitet von Gebärden, die Wichtigkeit, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Die in „Black & White“ gekleidete Tanz-AG überzeugte mit einer nachdenklich stimmenden Choreografie, während das Theaterstück „Die Welt, das sind wir“ (Theater Überzwerg) einen eindrucksvollen künstlerischen Zugang zu Fragen von Identität und Gemeinschaft eröffnete.
In ihren Grußworten betonte die Landrätin Frau Schlegel-Friedrich die enge Kooperation mit dem Schulträger sowie die Bedeutung gemeinsamer Ideen und der Unterstützung pädagogischer Projekte. Herr Borens hob die besondere Rolle der Schülerschaft hervor: Junge Menschen, die lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden, Verantwortung zu übernehmen und als Vorbilder zu wirken. Gleichzeitig unterstrich er die verbindende Kraft der Musik, die unterschiedliche Kulturen zusammenbringen kann.
Auch persönliche und eindringliche Worte prägten den Abend: Nicole Feldenz-Mauß rief dazu auf, genauer hinzuschauen und Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Zitat „Mein Normal ist nicht dein Normal. Warum kann ich nicht dein Normal akzeptieren?“ machte sie deutlich, wie wichtig es ist, Vielfalt anzuerkennen und Diskriminierung aktiv entgegenzutreten.
Die saarländische Kinderbuchautorin, Frau Tressel, die die Patenschaft für das Projekt übernimmt, betonte: „Wir stehen auf, wir handeln.“ Damit unterstrich sie, dass Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage nicht nur ein Titel, sondern eine Verpflichtung ist – eine Haltung, die im Schulalltag gelebt werden muss.
Der Film „Zusammen sind wir Schule“, unterlegt mit der Hintergrundmusik „Sekundenglück“ von Herbert Grönemeyer, bildete einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung. Bewegende Bilder und Ausschnitte aus dem Schulalltag vermittelten einen eindrucksvollen Einblick in das gelebte Miteinander an der Schule. Erstellt wurde der Film von Frau Mathieu gemeinsam mit Frau Feldenz-Mauß.
Die Landeskoordinatorin des Projekts, Michelle Revilla, erklärte die Bedeutung der Aufnahme in das Netzwerk: Sie sei verbunden mit dem Versprechen, aktiv gegen Rassismus und jede Form von Ausgrenzung einzustehen. Schule werde so zu einem Ort, an dem Werte sichtbar gelebt, Unsicherheiten angesprochen und gemeinsam Lösungen entwickelt werden – auch dann, wenn es unbequem wird.
Mit der feierlichen Übergabe der Urkunde wurde die Gemeinschaftsschule an der Saarschleife
offiziell als 74. saarländische Schule in das Netzwerk aufgenommen – ein bedeutender Moment für die gesamte Schulgemeinschaft.
Für einen musikalischen Abschluss sorgte die Lehrerband mit dem Song „Zombie“, bevor der
Abend mit großem Applaus und Dank zu Ende ging.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten und Unterstützern, die diesen besonderen Abend möglich gemacht haben: Den engagierten Schülerinnen und Schülern, unserer Schulleitung, den Lehrkräften, insbesondere Herrn Lindemann mit der Schulband sowie Frau Feldenz-Mauß, die das Projekt maßgeblich initiiert hat. Ein großes Dankeschön gilt außerdem dem Förderverein und der Elternvertretung, die für das leibliche Wohl gesorgt haben. Ebenso danken wir den Organisatorinnen und Organisatoren im Cloef-Atrium, dem Team für Ton und Technik, der Verpflegung sowie der Feuerwehr für ihre Unterstützung.
TonArt 2026 hat eindrucksvoll gezeigt: Unsere Schule ist ein Ort der Vielfalt, der Kreativität und des Miteinanders – und ein Ort, an dem Courage gelebt wird.





